Ischia, Wo die Kultur die Natur trifft
Damen, Herren, Alte und Kinder, die griechischen Kolonen aus Eubea, die im 8. Jahrhundert v. Chr. Pithecusa gründeten. Künstler und Händler, Winzer und Züchter, feine Handwerker, die mit ihnen die Kunst der Keramikverarbeitung und wertvolle Kenntnisse brachten: unter anderem die Buchstabenschrift.
Symbol dieser alten Epoche ist “Nestores Becher“, ein außerordentlicher Archäologischfund der Nekropole von Pithecusae. Das älteste Dokument der griechischen Sprache, Zeugnis der Wiege der europäischen Kultur.
Die Überraschung der griechischen Euböer war groß, als sie entdeckten, dass die Insel kochende Wasserquellen hatte. Sie fließen von den unterirdischen Speicherbecken in die Grotten aus und stiegen aus der Spitze des vulkanischen Gebirges, das sie Epomeo tauften, aus (heute ist Ischia das größte europäische Thermalzentrum). Die geologische Geschichte der Insel und ihrer Physiognomie erinnern an gewaltsame Ereignisse, die ihr sehr verschiedenes Profil bestimmten: in wenigen km geht es vom Meeresspiegel zum fast 80 Meter des Epomeo Berges über.
Im Frühling färbt die Insel sich mit den Blumen und den grünen Pflanzen des mediterranen Macchia.
So der Ginster, die Myrte, die Erikas, der Mastixstrauch und der Lorbeer, aber auch die Eichbäume, die jahrhundertealte Kiefern, die Eschen und die Weißdorne sind bereit, den Besuch von Gästen zu erhalten, wie Graureiher, Schwalben, Wachteln, Rotkehlchen und andere Wandervögel, die die von Mauern abgegrenzten Terrassen, die Weinberge, Obstgärten, Agrumenpflanzungen und schöne Gemüsegärten empfangen, überschreiten.
Ein Kaleidoskop von Farben verkleidet das Unterholz mit wilden Orchideen, Veilchen und Anemonen, überhaupt in der Zone der Cretaio, in dem Wald der Maddalena und in Fondo d’Oglio, echte Oase für Naturforscher.
Die Rosmarin, der wilde Origano, der Lavendel, der Thymian und der Salbei parfümieren die Luft der Insel, von den Küsten von Campagnano und Piano Liguori bis zu Punta Imperatore und Punta Zaro. Diese Duftnote überfliegt die großartige Lebendigkeit der Falanga, ein biologisches Eden, in dem Moose und Flechten, der Papyrus der Fumarole und seltene Farnen wie die “Woodwardia radicans” verwurzeln, oder sogar einzige Arten, die in keinem anderem Teil der Welt existieren, wie der “Limonim Inarimense Guss”, typische Art der Seefelsen und der Klippen.
Die Küsten, 37 Km lang, sind mit ihrer hellblauengrünen Buchten, Bergspitze und Stränden paradiesische Eckchen, wo Meerwasser sich mit dem warmen Mineralquellenwasser vermischt.
Derjenige, der sich im “Neptuns Reich” versenkt, entdeckt ein echtes “Eden der Hydrosphäre”, das aus versunkenen und grenzenlosen Steilhangen, Prärien von „Posidonia oceanica“ und von seltenen Organismen und endemischen Arten bevölkerten Felsstätte bestehe.
Das ist Ischia, ein ungewöhnliches Laboratorium von landschaftlichen Erfindungen und Naturschätzen!

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